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Reeder: Brauchen Hafen

Bei Schiffstransport über Fulda nach Kassel muss in Hann. Münden umgeladen werden
Von Helmut Krischmann

Hann. MÜNDEN. „Als Reeder bin ich superglücklich, dass es die Weserumschlagstelle gibt“, sagt Ralf Maehmel, Geschäftsführer der Baris Schifffahrtsgesellschaft in Berlin. Befürchtungen, der Weserhafen werde durch eine möglichen Schiffstransport der Firma Richter über die Fulda nach Kassel an Bedeutung verlieren, seien völlig unbegründet, betont der Reeder. Mit dem Schubleichter müsse die Fracht bis zum Weserhafen gebracht und dort auf ein kleineres Schiff umgeladen werden. Grund: Ein Schubleichter ist zu breit für die Schleusen in der Fulda. Die schmalste ist die in Wahnhausen: 6,75 Meter breit und 36 Meter lang. Die anderen Schleusen am Tanzwerder in Hann. Münden, in Bonaforth und in Wilhelmshausen sind 7,50 Meter breit. Am 9. Juli werde er mit der Firma Richter und dem Wasser-und Schifffahrtsamt Hann. Münden die Fulda von Kassel bis Hann. Münden befahren. Von der Inspektion erwarte er sich Hinweise, wie ein Schiffstransport über die Weser und die Fulda bis Kassel machbar ist. Schon jetzt lasse sich aber sagen, dass es ein Frachtschiff, das durch die schmalste Schleuse passt, nicht auf dem Markt gibt. Maehmel: „Entweder muss ein Schiff umgebaut oder neu entworfen werden.“

Ein Knackpunkt werde wegen der geringen Wassertiefe der Weg vom Weserhafen zur Schleuse in Hann. Münden sein. Es gebe mehrere Möglichkeiten, das Problem zu lösen, auch darüber werde am 9. Juli gesprochen.

Axel Richter, Chef der Maschinenbaufirma, will alles daran setzen, dass der Schiffstransport bis Kassel klappt. Ein Kraftakt wie beim jüngsten Schwertransport über die A 7 mit Werratal- und Rinderstallbrücke könne nicht wiederholt werden. Der Weserhafen werde weiterhin unentbehrlich sein.

Bürgermeister Klaus Burhenne betonte, die Stadt tue alles, um die Voraussetzungen für einen Güterumschlag am Weserhafen weiter zu verbessern. Wirtschaftsminister Philipp Rösler habe ihm bei seinem Besuch in Münden zugesagt, der Stadt finanziell zu helfen. Es geht vor allem um einen Portalkran.

Erstens um dessen Anschaffung und zweitens darum, ein ausreichend großes und stabiles Fundament aus Beton zu errichten, auf dem der Kran fest steht. Weil viel abzustimmen und zu beantragen sei, könne er nicht sagen, wann mit einer Entscheidung für den Kran zu rechnen ist, so Burhenne.


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Aktualisiert am 16.09.2009